Der März geht zu Ende – unsere Wochennews

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Der März geht zu Ende – unsere Wochennews

Willkommen zu unserem aktuellen Wochenbericht vom Roten Meer! Jede Woche nehmen wir euch hier mit in die faszinierende Unterwasserwelt Ägyptens, berichten von spannenden Tauchgängen, stellen unseren Fisch der Woche vor und werfen einen Blick auf aktuelle Entwicklungen aus dem Land der Pharaonen. Außerdem gibt es immer wieder nützliche Tipps und Empfehlungen für alle, die ihren Urlaub in Ägypten noch entspannter und erlebnisreicher gestalten möchten. Viel Spaß beim Lesen und Abtauchen! Der März geht zu Ende – unsere Wochennews:

Auch heute bleiben die Tauchsachen trocken

Der Frühling naht, das Wetter schlägt frühlingshafte Kapriolen

Der März neigt sich dem Ende zu, Ostern steht vor der Tür und nicht nur in Deutschland, auch hier bei uns schlägt das Wetter derzeit Kapriolen. In der vergangenen Woche war so gut wie alles dabei. Wir hatten, Sonen, Wolken, vereinzelt Regen, Gewitter, Sandsturm und Wind. Abgerundet wurde das Ganze von einem kleinen Erdbeben. Inzwischen hat sich aber wieder alles beruhigt, die Sonne lacht vom Himmel und wir tauchen fröhlich an unseren schönen Tauchplätzen rund um Hurghada.

Am letzten Wochenende, noch bei besten Bedingungen, machten wir die Tauchplätze im Norden unsicher. Auf dem Plan standen Shaab Pinky, Umm Gamar und auch dem Carless Reef statteten wir einen Besuch ab. Im Roten Meer herrscht bereits Frühlingsstimmung. Überall tummeln sich kleine Fischchen und es gibt Fischschwärme, so weit das Auge reicht. Am Sonntag zog dann bereits ein wenig Wind auf und wir düsten Richtung Giftun und Abu Ramada. Zur morgendlichen Begrüßung schauten zwei Dugongs vorbei.

Der Wochenbeginn präsentierte sich fast windstill und wir machten uns auf in den küstennahen Norden nach Shaab Samir. Eine andere Gruppe nutzte die guten Bedingungen aus und erkundete das herrliche Abu Ramada Plateau. Tags darauf machten wir mal wieder eine ganz besondere Tour – wir legten nach den zwei regulären Tauchgängen noch einen Clean Up Tauchgang ein. Das Meer war hinterher ein wenig sauberer und wir ein wenig glücklicher.

Am Mittwoch war es dann nach langer Zeit mal wieder soweit – Das Meer war wegen schlechter Wetterbedingungen geschlossen. Tatsächlich zog ein Sandsturm auf, begleitet von kurzen Regenschauern mancherorts und Blitz und Donner. Wir machten einen Strandtag und beobachteten das kurze Schauspiel. Da das Meer nur einen Tag gesperrt war, konnte es am Donnerstag schon wieder losgehen und wir freuen uns auf viel Sonne und eine schöne neue Tauchwoche.

Unser Meerestier der Woche: Der Teppich-Krokodilfisch

Hier bei uns im Roten Meer gibt es einige Bewohner, die leicht übersehen werden, selbst von erfahrenen Tauchern. Einer davon ist der Teppich-Krokodilfisch, wissenschaftlich Papilloculiceps longiceps genannt. Auf den ersten Blick wirkt der sandige Meeresboden oft leer. Doch genau hier liegt er, reglos, perfekt angepasst an seine Umgebung. Sein abgeflachter Körper, die marmorierte Färbung und vor allem die kleinen hautartigen Papillen über den Augen lassen ihn beinahe mit dem Untergrund verschmelzen. Auch wenn man direkt hinschaut, braucht es manchmal einen zweiten Blick, um ihn zu erkennen.

Typischerweise findet man den Teppich-Krokodilfisch in flachen Bereichen zwischen einem und etwa fünfzehn Metern Tiefe, oft in der Nähe von Riffen auf sandigem oder leicht steinigem Untergrund. Dort wartet er geduldig eingegraben oder halb bedeckt auf vorbeiziehende Beute. Als klassischer Lauerjäger bewegt er sich kaum und schlägt blitzschnell zu, wenn sich kleine Fische oder Krebstiere nähern.

Für uns Taucher macht genau dieses Verhalten den Reiz aus. Der Teppich-Krokodilfisch ist kein Fisch, der aktiv durch das Riff schwimmt, sondern einer, den man entdecken muss. Wer langsam taucht, den Blick über den Boden schweifen lässt und auf ungewöhnliche Strukturen achtet, wird mit etwas Glück belohnt. Oft verraten nur die leicht hervorstehenden Augen oder eine minimale Kontur im Sand seine Position.

Obwohl er beeindruckend groß werden kann, mit Längen von bis zu siebzig Zentimetern, bleibt er meist unauffällig. Für Menschen stellt er keine direkte Gefahr dar, doch gerade seine perfekte Tarnung macht ihn zu einem Tier, das man leicht versehentlich berühren könnte. Ein achtsamer Umgang mit dem Riff und dem Untergrund ist daher besonders wichtig. Der Teppich-Krokodilfisch ist ein schönes Beispiel dafür, wie viel es im Roten Meer zu entdecken gibt, wenn man sich Zeit nimmt. Manchmal liegen die spannendsten Begegnungen direkt vor einem, gut verborgen im Sand.

Die News der letzten Märzwoche zusammengefasst

Leichtes Erdbeben bei Hurghada spürbarEin Erdbeben der Stärke 4,2 wurde am 26. März 2026 am späten Abend nahe Hurghada am Roten Meer registriert. Laut dem European-Mediterranean Seismological Centre lag das Epizentrum in etwa 19 Kilometern Tiefe. Auch andere seismologische Dienste bestätigten die gleiche Stärke. Nach ersten Einschätzungen entstand kein Schaden, dennoch könnten viele Menschen in der Region leichte Vibrationen gespürt haben. Besonders in Orten wie El Gouna und Hurghada war das Beben vermutlich als sanftes Zittern wahrnehmbar, während es in weiter entfernten Gebieten wie Safaga oder Sharm El Sheikh nur sehr schwach zu bemerken gewesen sein dürfte.

Neue Öffnungszeiten – Touristenorte ausgenommenDie ägyptische Regierung hat beschlossen, dass Restaurants, Cafés, Geschäfte und Einkaufszentren ab dem 28. März bereits um 21 Uhr schließen müssen. Diese Maßnahme dient der Reduzierung des Energieverbrauchs und ist zunächst auf einen Monat begrenzt. Für Touristen gibt es jedoch Entwarnung: Beliebte Reiseziele wie Hurghada, Marsa Alam, Luxor, Assuan und Sharm El Sheikh sind von dieser Regelung ausgenommen. Touristische Einrichtungen, insbesondere Restaurants, bleiben wie gewohnt geöffnet. Laut Tourismusminister Sherif Fathy sollen Urlauber keinerlei Einschränkungen erleben und weiterhin einen hochwertigen Service genießen können. Die Maßnahme wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Mehr Zeit für Handyregistrierung für Ägypter/innen im AuslandÄgypten hat die Frist für die zollfreie Nutzung von Mobiltelefonen für im Ausland lebende Ägypter verlängert. Statt bisher 90 Tagen haben Betroffene nun 120 Tage Zeit, ihre Geräte anzumelden, bevor Gebühren anfallen oder eine Deaktivierung droht. Die Entscheidung tritt am 1. April in Kraft und reagiert auf starke Kritik aus der Diaspora. Viele hatten sich über die ursprüngliche Regelung beschwert, da sie zusätzliche finanzielle Belastungen bedeutete. Hintergrund der Maßnahme ist der Versuch, die heimische Smartphone-Produktion zu stärken. Gleichzeitig will die Regierung mit der Verlängerung den Service für Auslandsägypter verbessern und die Kommunikation mit ihnen erleichtern.

Klösterliches Gästehaus im Nildelta freigelegt

Ein neuer archäologischer Fund in Ägypten gibt spannende Einblicke in die Anfänge des christlichen Mönchtums. In der Region Beheira nordwestlich von Kairo im Nildelta, haben Archäologen in Qaryat Bal Kalaya bei Hosh Issa ein Gebäude aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. freigelegt, das vermutlich als klösterliches Gästehaus diente. Die Entdeckung zählt zu den bedeutenderen Funden der letzten Jahre in diesem Bereich. Die Region Kalaya gilt historisch als eines der wichtigsten Zentren des frühen Mönchtums und wird als zweitgrößte klösterliche Ansammlung der damaligen Zeit eingeordnet. Entsprechend wertvoll sind die neuen Erkenntnisse für das Verständnis der Entwicklung klösterlichen Lebens.

Das freigelegte Gebäude besteht aus 13 Räumen, die unterschiedlich genutzt wurden. Neben einfachen Wohnbereichen für Mönche gab es auch gemeinschaftliche Räume, Bereiche für Unterricht sowie größere Hallen, in denen Gäste empfangen wurden. Ergänzt wurde das Ganze durch funktionale Einrichtungen wie Küchen und Lagerräume, was zeigt, wie organisiert und weitgehend autark diese frühen Gemeinschaften bereits waren. Besonders interessant ist eine große Halle im nördlichen Teil der Anlage, deren steinerne Sitzbänke mit Pflanzenmotiven verziert sind. Im Zentrum des Gebäudes befindet sich zudem ein Gebetsbereich mit einer nach Osten ausgerichteten Nische und einem Kalksteinkreuz.

Auch künstlerisch hat die Fundstelle einiges zu bieten. Wandmalereien zeigen Mönche in typischer Kleidung sowie dekorative Muster in Rot, Weiß und Schwarz. Ein auffälliges Motiv stellt zwei Tiere dar, umgeben von pflanzlichen Ornamenten, und spiegelt die symbolreiche Bildsprache der frühen koptischen Kunst wider.

Zusätzlich wurden zahlreiche Alltagsgegenstände entdeckt, darunter Keramikgefäße, Säulenteile und sogar Tierknochen sowie Muscheln, die Hinweise auf die Ernährung der damaligen Bewohner liefern. Eine besondere Entdeckung ist eine Grabinschrift aus Kalkstein, die vermutlich einem „Apa Kyr, Sohn des Shenouda” gewidmet ist. Die Ausgrabungen laufen seit 2023 und zeigen eindrucksvoll, wie sich frühe Mönchsgemeinschaften von einfachen Rückzugsorten zu komplexen, gut organisierten Lebensräumen entwickelten.

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Schon gewusst? Ägypten gilt zwar nicht als klassisches Erdbebenland wie Japan oder Indonesien, doch gänzlich frei von Erdstößen ist das Land keineswegs. Tatsächlich liegt Ägypten in der Nähe mehrerer geologisch aktiver Zonen, darunter der Rote-Grabenbruch (Red Sea Rift), wo sich die afrikanische und die arabische Platte langsam voneinander entfernen. Diese Bewegung führt immer wieder zu messbaren Erdbeben, vor allem im Bereich des Roten Meeres und des Golfs von Suez.

Auch das Niltal und die Region um Kairo können betroffen sein. Ein besonders bekanntes Ereignis war das Erdbeben vom 12. Oktober 1992 nahe Dahshur südlich von Kairo. Mit einer Stärke von etwa 5,8 auf der Richterskala war es im globalen Vergleich eher moderat, richtete jedoch große Schäden an, da viele Gebäude nicht erdbebensicher gebaut waren. Die meisten Erdbeben in Ägypten sind heute schwach und werden oft nur von Messgeräten registriert. 

Der März geht zu Ende – unsere Wochennews

Wir hoffen, euch hat unser Wochenbericht gefallen. Bleibt neugierig, passt auf euch auf und bis zum nächsten Mal, mit neuen Eindrücken aus dem Land zwischen Wüste und Wasser!

Der März geht zu Ende – unsere Wochennews, James & Mac Diving Center – Fotonachweise: James & Mac,