Langzeitaufenthalt in Ägypten – Teil 2

22.10.2020

Hurghada

Langzeitaufenthalt trotz Corona? Ein Zwischenfazit.

Unsere beiden Stammgäste Thomas und Valeska sind immer noch hier und verbringen ihre Auszeit in Hurghada. Thomas berichtet uns, wie es sich nach 2 Monaten anfühlt:

Wie ich bereits im ersten Urlaubsbericht geschrieben habe, verbringen wir unsere lange geplante Auszeit im “Corona-Jahr 2020” in Ägypten. Wir sind nunmehr seit etwas mehr als sieben Wochen hier und haben bereits viel erlebt, uns ein detailliertes Bild der Situation vor Ort machen können und bereits bis jetzt viele nette Leute kennengelernt.

Tauchen macht immer noch Spass!

Starten wir mit dem wahrscheinlich wichtigsten für uns Taucher, dem Tauchen: Wir haben in unserer Zeit hier bereits jeweils mehr als 70 Tauchgänge in Ägypten gemacht, einen Großteil davon natürlich bei James & Mac. Auch weiterhin finden die Ausfahrten und die Organisation an der Basis mit der allseits bekannten deutschen Gründlichkeit statt. Während unserer sieben Wochen waren wir teils mit nur wenigen Gästen zusammen auf nur einem Boot, es gab aber inzwischen auch bereits Tage, an denen bis zu drei Boote rausgefahren sind, da deutlich mehr Gäste anwesend waren. Das freut uns sehr und wir hoffen, dass auch weiterhin immer wieder Gäste trotz aller Hindernisse den Weg nach Hurghada auf sich nehmen. Wie letztlich einfach die Anreise ist, hatte ich ja schon geschrieben. Zurück zum Tauchen: Unabhängig von der Anzahl der Gäste wurden wir bei der Tauchplatzwahl nie ausgebremst, sondern auch weiter entfernte Ziele wie z.B. Umm Gamar werden, wenn wetterbedingt möglich, angefahren. Wer also denkt, er darf hier in seinem Urlaub nur noch an Shaab Estha tauchen, der kann sich getrost wieder entspannen. Wir merken diesbezüglich keinen Unterschied zum “normalen” Betrieb und auch Sondertouren finden regelmäßig statt, so dass wir schon bei Abu Nuhas und an der Thislegorm abtauchen konnten. Es bleibt also auch für uns als Langzeitgäste stets abwechslungsreich, wir haben immer tolle Tauchgänge machen können und schon viel gesehen.

Da außer bei Drifttauchgängen mit Pick-Up weiterhin nur selten eine Tauchzeitbegrenzung angekündigt wird, kann ich mich als Hobbyfotograph auch voll austoben. Das kann dann an einem Anglerfisch auch schonmal bis zu 15 Minuten dauern, bis ich mit der Aufnahme zufrieden bin, was sich auch so langsam in unseren Preisepässen bemerkbar macht. Da fehlt inzwischen kaum noch etwas. 🙂 Einen positiven Aspekt hat die Situation außerdem, zumindest für uns: Da aktuell ja nur die Basis von James & Mac geöffnet ist, vermischen sich hier die Gäste und auch Tauchlehrer beider Basen. Für uns als Stammgäste von James & Mac ist es sehr interessant auch mal all die Tauchlehrer und einige Gäste vom Blue Water  Dive Resort kennenlernen zu können.

Das Essen schmeckt!

Nach dem ganzen Getauche müssen wir uns natürlich auch irgendwie abends verpflegen, da wir ja in keinem Hotel sind. Weil es hier so viele gute Restaurants gibt, fällt es uns meist schwer, doch den Kochlöffel zu schwingen. Besonders begeistert sind wir immer noch von der fleischlastigen Küche im El Dar Darak, den großen, aber kostengünstigen Portionen im Boska und dem Ausblick und den Cocktails in der Caribbean Bar, um nur einige zu nennen. In den meisten Restaurants kann man ohnehin entspannt draussen sitzen, die Tischanzahl ist meist ausgedünnt, so dass Sicherheitsabstände eingehalten werden können. Die Kellner tragen eine Maske und Desinfektionsmittel stehen auch bereit. Wir haben jedenfalls keinerlei Sorgen, uns hier draussen herumzutreiben und auch ab und zu mal shoppen zu gehen. Anfangs waren zwar auch wir zugegebenermaßen teils etwas überrascht, wie manche Ägypter mit der Situation umgehen, inzwischen freuen wir uns einfach nur noch, mal etwas ungezwungener das Leben wieder genießen zu können. Also denken auch wir uns inzwischen: “Insha’ Allah”.

Wir bleiben länger!

Da es uns hier so gut geht und wir die aktuelle Situation in Deutschland auch hier genau verfolgen, haben wir uns letztlich dazu entschieden, nicht nur bis Ende Oktober in Ägypten zu bleiben, sondern nochmals zu verlängern. Wir werden also nach aktueller Planung das Weihnachtsfest lieber mit Meer, Sonne und ca. 25° C verbringen als im kalten Deutschland mit diversen Einschränkungen. Danach müssen dann aber leider auch wir irgendwann wieder arbeiten, so dass wir sicherlich schweren Herzens Ägypten Lebewohl sagen müssen. Wenn es dann soweit ist, werde ich aber nochmal ein paar Worte dazu tippen.

Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, James & Mac Diving Center – Fotonachweise: salze-productions.de, James & Mac Diving Center

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