Samstagsausgabe: Die Rundschau

27.03.2021

Sunset Hurghada

Samstagsausgabe: Die Rundschau

Auch in dieser Woche waren unsere Tauchlehrer wieder auf dem Roten Meer unterwegs und hatten von ihren Tauchausfahrten einiges zu berichten. Doch nicht nur bei uns in Hurghada war was los. Auch woanders in Ägypten sind aufregende Dinge passiert. Hier kommt unsere Samstagsausgabe: Die Rundschau.

Wracktauchen

Thistlegorm, wir kommen!

Beste Wetterbedingungen führten am vergangenen Montag und Dienstag dazu, dass unser Flagschiff eine zweitägige Minisafari zum Wrack der Thistlegorm antrat. Die Nachfrage bei unseren Tauchgästen war groß und so stach das Schiff am Montag früh mit unseren Tauchlehrern Thorsten und Tino in See. 

Ein gemütliches Warm up gab es bei Shaab Helua, aber leider ohne Delfine. Dann ging es weiter zum legendären Wrack der Thistlegorm. Das Wrack war ein britischer Frachter, der am 06.10.1941 von deutschen Bombern versenkt wurde. Es handelt sich ohne Frage um eines der bekanntesten Wracks der Welt und die Vorfreude war bei allen entsprechend groß. Thorsten schrieb in den Täglichen Tauchausfahrten: „Schon der Abstieg am Seil ist faszinierend, wenn das knapp 127 m lange Gebilde vor einem auftaucht.” Es wurde zunächst von außen unter die Lupe genommen und einige Frachträume wurden auch erkundet. Der Nachttauchgang war ganz besonders, da die Dunkelheit und das blaue Licht der Bahlul das Wrack in ein Geisterschiff verwandelte. 

Der 2. Tag startete mit einem Early Morning Tauchgang an der Thistlegorm, ganz allein ohne andere Taucher. Beste Bedingungen inkl. fantastischer Sicht und keine Strömung. Den Abschluss der Minisafari machten die Wracks von Abu Nuhas. Aufgrund verschiedener Wrackwünsche wurde mit Hilfe des Zodiacs jeder Gast glücklich gemacht. Auch hier waren sie das einzige Boot weit und breit, was vor Corona nahezu ausgeschlossen war. Wenn du auch Lust auf ein kleines Abenteuer auf dem Roten Meer hast, findest du hier alle weiteren Informationen zu unseren Minisafaris.

Riesiges Containerschiff steckt im Suez Kanal fest

Das Containerschiff „Ever Given” steckt seit Dienstag Nachmittag im Suez Kanal fest. Das 400 Meter lange, 59 Meter breite und 224.000 Tonnen schwere Schiff war auf dem Weg von China nach Rotterdam und ist aufgrund sehr schlechter Wetterbedingungen gestrandet.

Seit Mittwoch versuchen neun Schlepper und sechs Bagger, das riesige Schiff zu befreien. Internationale Hilfe ist vor Ort. Die engagierte Bergungsfirma ist weltweit bei den größten Havarien dabei. Ziel ist es, 15.000 – 20.000 Kubikmeter Sand rund um den Bug des Schiffes zu entfernen und damit eine Tiefe von 12 – 16 Metern zu erreichen, damit das Schiff wieder schwimmen kann. Das nächste Zeitfenster für eine Rettung ist am Sonntag, da eine Flut erwartet wird. Allerdings sind auch wieder Winde von bis zu 80km/h im Golf von Suez erwartet, was die Rettungsbemühungen verschlechtern könnte. Die nächsten Schritte wären, den Treibstoff abzupumpen und die Container per Hubschrauber zu entladen. Das alles kann sich noch Tage oder sogar Wochen hinziehen.

Da das Schiff quer steht und kein anderes Container Schiff vorbeifahren kann, warten aktuell über 200 Schiffe mit Öl, raffinierten Brennstoffen und Getreide an Bord an beiden Seiten des Kanals darauf, ihre Reise fortzusetzen. Pro Tag kommen je Seite ca. 50 Schiffe dazu. Weltweit ist der Handelsfluss gestört, die Rohölpreise steigen und es wird schon nach Möglichkeiten gesucht, den Suez Kanal zu umgehen. Eine Umrundung Afrikas steht im Gespräch und Russland hat die Route entlang der sibirischen Küste angepriesen. Das würde eine Verlängerung von ca. 10-14 Tagen bedeuten.

Rund 30% des weltweiten Schiffscontainer Volumens werden täglich über den 193 km langen Suez Kanal abgewickelt und rund 12% des gesamten weltweiten Handels mit allen Waren. Es ist eine der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt. An beiden Enden des Kanals hat sich einer der schlimmsten Schiffsstaus seit Jahren gebildet, global wird mit verschärften Lieferproblemen gerechnet.

4 Condor Maschinen landen in Hurghada

Zum ersten Mal seit Beginn der Corona Pandemie landeten letzte Woche gleich 4 Condor Flüge aus Deutschland an einem Tag auf dem Flughafen von Hurghada. Condor hatte seinen Flugbetrieb nach Ägypten Anfang März mit einigen wenigen Flügen wieder aufgenommen und steigert seine Flugfrequenz nun nach und nach. 

Die 4 Flüge nach Hurghada kamen von Düsseldorf (DE68), Frankfurt (DE30), Leipzig Halle (DE238) und München (DE24). Hamburg steht ebenfalls auf dem Flugplan und Stuttgart wird in Kürze folgen.

Wer sich trotz der Corona Pandemie dazu entschließt, nach Hurghada zu fliegen, muss natürlich beachten, dass er bereits in Deutschland vor der Abreise oder hier in Hurghada direkt nach der Ankunft einen Corona Test machen muss. Da Ägypten nach wie vor als Hochinzidenz Risikogebiet (ohne Mutation) eingestuft ist, ist es auch obligatorisch, einen Test vor der Rückreise nach Deutschland zu machen. Dazu wurde hier ein eigens dafür vorgesehenes Labor eingerichtet. Die Testung ist sowohl als Schnelltest als auch als herkömmlicher PCR Test verfügbar, der Ablauf ist perfekt organisiert und das Ergebnis zeitnah verfügbar. Genauere Informationen findet ihr immer aktuell auf unserer Fragen und Antworten Seite.  Weiterhin solltet ihr natürlich die Bestimmungen der jeweiligen Bundesländer bezüglich nochmaliger Testung und Quarantäne beachten.

Weltrekord Monoflosse

Eintrag ins Guinness Buch für Ägyptischen Schwimmer

Der 21-jährige Ägypter Omar Sayed Shaaban ist einer der schnellsten Unterwassersprinter der Welt und hat kürzlich den Weltrekord für den höchsten Sprung aus dem Wasser mit einer Monoflosse aufgestellt: 2,30 m. Es ist das erste Mal seit neun Jahren, dass dieser Rekord gebrochen wurde. Er wurde zuvor von Cesare Fumarola, Stefano Figini (beide Italien) und Soliman Sayed (Ägypten) gehalten, die alle eine Sprunghöhe von 2 m erreichten. Der Rekord fand bereits letzten November statt, nun aber erfolgte auch der langersehnte Eintrag ins Guinness Buch der Weltrekorde.

Omar studiert Bauingenieurwesen, und er hatte 2015 zum ersten Mal die Idee, diesen Weltrekord zu brechen. Dieser spezielle Rekordtitel ist in seiner Gegend sehr beliebt, denn der bisherige Rekordhalter Soliman Sayed ist nicht nur ebenfalls Ägypter, er stammt auch aus Ismailia, der gleichen Stadt wie Omar.

Der junge Schwimmer wird auch „menschlicher Delfin“ genannt. Er startet seine erste Schwimmtrainingseinheit bereits um 5 Uhr morgens. Sein zweite Trainingseinheit absolviert er zwischen 12 und 13 Uhr im Fitness Studio. Sein abendliches Schwimmtraining findet um 20 Uhr statt. Das Ganze wird unterstützt von einem strikten Ernährungsplan.

In einem weltweiten Ranking wurde Omar als zweitschnellster Schwimmer der Welt in der Junior Klasse eingestuft. Er hält derzeit drei Medaillen (2 Silber- und eine Bronzemedaille). Diesen Rekord erreichte er während eines 3-monatigen Trainingsprogramms für eine weitere anstehende Meisterschaft. Omar kann 50 Meter unter Wasser mit einem Atemzug in nur 15,6 Sekunden zurücklegen, und 100 Meter in 35,5 Sekunden mit einem Schnorchel. Einer seiner Träume ist es, der schnellste Schwimmsprinter der Welt zu werden. Derzeit auf Platz zwei der Weltrangliste, ist er nur noch ein paar Millisekunden von diesem Ziel entfernt.

Das war unser Rückblick

Das war unsere Samstagsausgabe: Die Rundschau. Nächste Woche gibt es wieder aktuelle News aus Ägypten zu berichten, wir halten euch auf dem Laufenden!

Wir haben eine Bitte an euch! Wenn ihr alte Bilder von Hurghada, der Tauchbasis, den Booten oder dem Hotel habt, dann sucht sie schon einmal raus. Wir haben da was geplant! 😉
 
Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, James & Mac Diving Center – Fotonachweise: James & Mac, Thorsten Rieck, Unsplash:Josh Keys